Unterfranken: Hohe Nitratkonzentration im Wasser

Foto: Mario Heinemann / pixelio.de

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Nitratbelastung im Wasser. Die Region Mainfranken hat nach wie vor unter hohen Nitratwerten zu leiden. Der Gewässerschutzverein VSR hat vergangenes Jahr über 140 Brunnen in der Region untersucht und jeder dritte davon hatte zu hohe Nitratwerte.
Das liegt hauptsächlich an nach wie vor hohen Düngermengen, die vom Acker ins Erdreich gespült werden.

Unterfranken hat allerdings aufgrund geologischer Besonderheiten relativ wenig Grundwasser: So kann sich das vorhandene Nitrat nur wenig verdünnen – es kommt zu einer hohen Konzentration. Zwar bemüht sich die Regierung um die Einhaltung einer neuen Wasserrahmenrichtlinie. In einer Risikoanalyse zu dem Thema kommt das Landesamt für Umwelt allerdings selbst zu einem ernüchternden Schluss: Demnach ist es wohl unwahrscheinlich, dass die selbstgesteckten Ziele in Unterfranken bis zum Jahr 2021 erreicht werden.

Jetzt warnt das Umweltbundesamt, dass die Trinkwasserpreise in Deutschland steigen könnten, weil das Wasser teuer und aufwändig aufbereitet werden muss. Zumindest Würzburg bleibt aber vorerst verschont: Dank vieler Kontrollen und vorbeugender Maßnahmen plant die WVV aktuell keine Preisanhebung.

19.06.17 - 05:44 Uhr


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